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Einige Gedanken über die Vorstellungen und Wünsche des Fördervereins
Das Denkmal im Kontext zu komplexer Technik:
- Ingenieure aus vielen Bereichen arbeiten am selben Ziel: die interkontinentale Telekommunikation.
- Das virtuose Spiel mit den physikalischen, mathematischen und chemischen Gesetzen.
Ziel des Museums:
- Zusammen mit der Antenne soll es die Besucher zum Staunen veranlassen, sie inspirieren komplexe Systeme und Vorgänge zu hinterfragen.
- Es möchte die Neugier von Schülern wecken und sie für einen technischen Beruf begeistern.
- Der Wandel der Technik in der Telekommunikation und bei Speichermedien wird anschaulich dargestellt.
- In Zukunft soll es für Historiker eine solide Grundlage bilden um die bis dann verschwundene analoge und elektromechanische Technik begreifbar zu machen.
- Innovationen der technischen Geschichte werden im Zusammenhang gezeigt.
- Warum die Antenne gebaut wurde, ihre Geschichte sowie ihren Einfluss auf die Technik in den 60er und 70er Jahren und wie das Radom den Beginn der Globalisierung markiert, wird aufschlussreich erklärt.
- Das Museum soll mit verwandten Museen verlinkt werden, wie z.B. Peenemünde, Museumsstiftung Telekom, Königswusterhausen usw.
- Das Radom soll auch ein Platz für Kunst und Kultur sein, z.B. für Konzerte, die das Echo in dieser Halle ausnutzen.
- Die Antenne soll weiterhin für Forschungszwecke genutzt werden.
Historie
- Mit dem Satellitenfunk begann 1964 das „globale Kommunikationszeitalter“.
Den Anstoß dazu gab die 1961 getroffene Vereinbarung der Deutschen Bundespost mit der NASA über eine Beteiligung an Satellitenversuchen. 1962 wurde unser Standort wegen der funktechnisch abgeschirmten Lage ausgewählt. 1963 folgte das Richtfest für die erste Antenne nach dem Cassegrain-Prinzip (analoges Spiegelfernrohr).
- Im Oktober 1964 fand die erste Fernsehübertragung statt.
- Im selben Jahr wurde die Bundesrepublik Mitglied bei Intelsat.
- 1965 wurde der kommerzielle Telefonverkehr über „Early Bird“ eingeführt.
- 1969 wird die Mondlandung übertragen. Die Gegenstelle in den USA befand sich damals in Andover. Diese Antenne wurde allerdings schon vor Jahren abgerissen.
- Die Antenne 1, das Radom, ist die weltweit einzige noch betriebsfähige Antenne des frühen Satellitenfunks im Originalzustand mit einer Vielzahl von authentischen Exponaten.
So wurde das Radom unter Einbindung der Natur und der Tradition ein Symbol für technischen Fortschritt. Es ist eine Ikone für den Innovationsstandort Bayern und markiert den Beginn des globalen Kommunikationszeitalters.
Das Radom ist fest im Tourismus verankert und steht hoch im Interesse der Besucher. Das macht es zu einem wichtigen Bestandteil der oberbayrischen Kulturlandschaft.
Derzeit mögliche Minimal-Lösung aus der Sicht des Fördervereins:
- Das Radom als zeitlich eingeschränkt begehbares Technik-Denkmal nur mit Sammlung der authentischen Objekte ohne wissenschaftliche Unterstützung.
Erweiterte Ausbauvariante nach dem Wunsch des Fördervereins:
- beheizbare Einbauten, „Themeninseln“, z.B.(Glas-)Pavillons (volle Drehbarkeit der Antenne soll gewährleistet bleiben)
- ca.600 qm Ausstellungsfläche in mehreren Themeninseln (je 65 qm) + Antennesockel + Betriebsraum im 1. Stock
- ggf. Anbau außen für andere Ausstellungen (Weiterbau des Flachdach-Rundbaus)
- Einbauten z.B. in Form von Pavillons, die wie Satelliten um den Antennensockel angeordnet sind (siehe unten)
- bei entsprechender personeller Ausstattung können Führungen für Fachbesucher stattfinden, Praktika für Fachober- und Hochschulen durchgeführt werden sowie eine Satelliten-Amateurfunkstation für Demonstrationszweige eingerichtet werden
- Erhöhung der Attraktivität durch ein Café, einen Museumsshop, einen Kinderspielplatz, kulturelle Veranstaltungen, Filmvorführungen, Zusammenarbeit mit der Museumslandschaft Pfaffenwinkel
Themenkatalog als PDF
2003 [SpaceTouch]. Alle Rechte vorbehalten.
Stand:
16-Apr-2012
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